Ratgeber: Technik einfach erklärt
Was ist ein 3D-Scan eines Tattoos?
Ein 3D-Scan eines Tattoos ist ein digitales Modell der tätowierten Körperstelle, das du am Bildschirm drehen und zoomen kannst: die Form der Haut als Oberfläche und das Tattoo als Bild darauf. Bei Inkmirra entsteht es aus einem kurzen Smartphone-Video, aus dessen Einzelbildern ein 3D-Modell berechnet wird. Dieses Prinzip heißt Fotogrammetrie.
Hier erfährst du, wie das funktioniert, was du dafür brauchst und wo die Grenzen liegen.
Von Inkmirra · Stand: 1. November 2026 · 3 Min. Lesezeit

Woraus ein 3D-Modell besteht
Oberfläche
Ein Netz aus vielen kleinen Dreiecken, im Fachjargon Mesh, bildet die Form von Arm, Bein oder Rücken nach.
Textur
Ein Bild, das auf dieses Netz gelegt wird. Darauf sind die Linien und Farben deines Tattoos zu sehen.
Viewer
Ein Programm, das beides im Browser zeigt. Du drehst, zoomst und siehst das Tattoo von allen Seiten.
So funktioniert Fotogrammetrie
Viele Blickwinkel
Du filmst die Stelle einmal rundherum. Jedes Einzelbild zeigt sie aus einem etwas anderen Winkel.
Gemeinsame Punkte
Die Software sucht markante Punkte, die in mehreren Bildern vorkommen, etwa Linien des Tattoos.
Form berechnen
Aus der Verschiebung dieser Punkte zwischen den Bildern ergeben sich die Kamerapositionen und die räumliche Form.
Textur auflegen
Zum Schluss werden die Bildinhalte auf die berechnete Oberfläche gelegt. Fertig ist das texturierte Modell.
Fotogrammetrie, LiDAR, AR-Filter: der Unterschied
Fotogrammetrie
Arbeitet mit normalen Kamerabildern. Dafür reicht jedes aktuelle Smartphone.
LiDAR und Tiefensensoren
Messen Abstände mit Licht. Manche Geräte haben solche Sensoren, für Inkmirra brauchst du keinen.
AR-Filter
Legen ein geplantes Motiv über das Kamerabild. Das ist eine Vorschau, kein Scan deines echten Tattoos.
Was einen Scan gut macht
Fotogrammetrie braucht Bilder, in denen sie dieselben Punkte wiederfindet. Daraus ergeben sich ein paar einfache Regeln:
- Gutes, gleichmäßiges Licht
- Langsam und ruhig rund um die Stelle filmen
- Wer das Tattoo trägt, bewegt sich möglichst nicht
- Starke Spiegelungen auf der Haut vermeiden
- Für große Flächen hilft eine zweite Person, die filmt
Grenzen eines 3D-Scans
Ein Scan aus einem Smartphone-Video ist eine anschauliche Abbildung, kein Messinstrument. Er eignet sich, um ein Tattoo festzuhalten, zu zeigen und zu vergleichen, nicht für medizinische Auswertungen.
Bewegung, schwaches Licht und spiegelnde Haut können zu Lücken oder unscharfen Stellen führen. Dann hilft meist ein zweiter Versuch mit besserem Licht.
So entsteht ein Scan mit Inkmirra
Du legst dein Tattoo an, filmst etwa 30 Sekunden lang und lädst das Video im Browser hoch. Berechnet wird auf eigener, selbst verwalteter Hardware in Berlin. Das fertige Modell siehst du im 3D-Viewer, teilst es per Link oder vergleichst es später mit neuen Scans.
Scans in voller Qualität kannst du herunterladen.
Anleitung: Tattoo in 3D scannen →Häufige Fragen zum 3D-Scan
Was ist Fotogrammetrie?
Ein Verfahren, das aus vielen Bildern eines Objekts aus verschiedenen Blickwinkeln seine räumliche Form berechnet. Die Bildinhalte werden anschließend als Textur auf das Modell gelegt.
Brauche ich ein Handy mit LiDAR?
Nein. Für Inkmirra reicht jedes aktuelle Smartphone mit Kamera, auch ohne LiDAR oder Tiefensensor.
Wie lange muss ich filmen?
Etwa 30 Sekunden, ruhig rund um die Stelle und bei gutem Licht.
Ist ein 3D-Scan genauer als ein Foto?
Er zeigt mehr: das ganze Tattoo rundum, auch dort, wo es um den Körper läuft. Für einzelne Details kann ein gutes Foto schärfer sein. Ein Messinstrument ist beides nicht.
Wo werden die Videos verarbeitet?
Bei Inkmirra auf eigener, selbst verwalteter Hardware in Berlin.
Kann ich das 3D-Modell herunterladen?
Ja, Scans in voller Qualität kannst du herunterladen. Bis zu 3 Tattoos mit 3D-Vorschauen in Viewer-Qualität sind kostenlos, die Preise stehen auf der Preisseite.